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Was sind flexible Leiterplatten? Ihr einfacher Leitfaden zu biegsamen Leiterplatten

Ursprünglich veröffentlicht Dec 30, 2025, aktualisiert Dec 30, 2025

7 min



Wenn Sie sich jemals gefragt haben, wie sich Ihr Smartphone falten lässt, wie sich Ihre Smartwatch um Ihr Handgelenk schmiegt oder wie ein medizinisches Gerät passgenau in den menschlichen Körper eingesetzt werden kann, liegt die Antwort oft bei einem winzigen, biegsamen Helden: der „flexiblen Leiterplatte“, kurz „Flex-PCB“.


Im Gegensatz zu ihren starren Verwandten (den flachen, steifen Leiterplatten), die man sich bei älterer Elektronik vorstellt, können Flex-PCBs sich verdrehen, falten und in Räume quetschen, in die herkömmliche Platinen einfach nicht passen. Schauen wir uns an, was diese Leiterplatten so besonders macht, wie sie aufgebaut sind und warum sie still und leise die Technik um uns herum revolutionieren.



Flex-PCBs 101: Kein Ingenieurstudium erforderlich


Stellen Sie sich eine Leiterplatte vor, die sich wie eine Yogamatte verhält: stabil, aber flexibel genug, um sich in Formen zu biegen, ohne zu brechen. Genau das ist im Grunde eine Flex-PCB. Diese Leiterplatten verwenden dünne, biegsame Materialien statt starrem Glasfaserverbund, sodass sie in gebogene oder sehr enge Räume passen. Man kann sie sich als die Origami-Meister der Elektronik vorstellen: Sie falten, drehen und passen sich jeder Form an, die ein Gerät erfordert.

Es gibt sogar eine Hybridversion namens Rigid-Flex, die flexible und starre Bereiche kombiniert. Stellen Sie sich eine Leiterplatte vor, die teilweise biegsam ist (um sich etwa um einen Akku zu legen) und teilweise fest (um schwere Bauteile zu tragen). Diese Kombination bietet das Beste aus beiden Welten und findet sich in Geräten, bei denen Platz und Haltbarkeit gleichermaßen wichtig sind, etwa in der Luft- und Raumfahrt oder in fortschrittlichen medizinischen Instrumenten.

Flex-PCBs waren nicht immer so verbreitet. Als Computer noch raumgroß und Telefone klobige Ziegelsteine waren, dominierten starre Leiterplatten, weil niemand Schaltungen zum Biegen brauchte. Doch als Geräte kleiner wurden und Designer von schlankeren Wearables, faltbaren Smartphones und implantierbaren Gesundheitsmonitoren träumten, wurden Flex-PCBs zur bevorzugten Lösung. Heute sind sie überall – vom Armaturenbrett Ihres Autos bis hin zu Satelliten, die die Erde umkreisen.




Was steckt in einer Flex-PCB? Schauen wir genauer hin


Der Aufbau einer Flex-PCB ist wie das Schichten eines Hightech-Sandwiches. Das steckt drin:




1. Die Basisschicht (Substrat): Das ist das „Brot“ des Sandwiches. Sie besteht meist aus Polyimid, einem robusten, hitzebeständigen Material, das auch unter Belastung flexibel bleibt. (Schon einmal den goldfarbenen Film in manchen Elektronikgeräten gesehen? Das ist Polyimid.) Günstigere Leiterplatten können Polyester verwenden, doch dieses verträgt hohe Temperaturen nicht so gut. Die Dicke der Basisschicht reicht von „dünner als ein menschliches Haar“ bis etwa zur Dicke eines Blattes Druckerpapier. Dünner bedeutet mehr Flexibilität – deshalb reißt das Band Ihres Fitness-Trackers nicht, wenn Sie sich bewegen.


2. Die Leiterbahnen (leitfähige Schichten): Danach kommt das „Herzstück“: ultradünne Kupferfolie, die zu komplexen Schaltmustern geätzt wird. Kupfer ist hier ideal, weil es Strom effizient leitet und sich biegen lässt, ohne zu brechen. Diese Bahnen sind wie die Nerven der Leiterplatte und transportieren Signale zwischen den Bauteilen. Die Folie ist so dünn – oft nur ein Zehntel der Dicke einer Getränkedose –, dass man sie wie Papier zerknüllen könnte (auch wenn Ingenieure sie lieber glatt lassen).


3. Der Kleber (Adhesive): Um das Kupfer mit der Basisschicht zu verbinden, verwenden Hersteller spezielle Klebstoffe. Manche sind flexible Acrylate, die sich mit der Leiterplatte biegen; andere sind robustere Epoxide für Bereiche, die starr bleiben. Der Kleber muss jahrelanges Biegen, Hitze und vielleicht sogar Schweiß überstehen (ja, Smartwatches sind gemeint).


4. Die Schutzschicht (Coverlay): Zum Schluss bedeckt eine Schutzschicht – oft ebenfalls Polyimid – das Kupfer wie ein Regenmantel. Diese Schicht schützt vor Staub, Feuchtigkeit oder versehentlichen Kratzern, die die Schaltung beschädigen könnten. Manche Leiterplatten erhalten zusätzliche Beschichtungen für Wasserfestigkeit oder bessere Isolation.



Wo man Flex-PCBs findet (Hinweis: überall)


Flex-PCBs sind die heimlichen Helden moderner Technik. Hier verstecken sie sich ganz offen:

· In Ihrer Tasche: Smartphones nutzen Flex-PCBs, um Displays, Tasten und Kameras zu verbinden. Wenn Sie ein faltbares Smartphone aufklappen, biegt sich eine Flex-PCB nahtlos am Scharnier.


· An Ihrem Handgelenk: Fitness-Tracker und Smartwatches setzen auf diese Leiterplatten, um sich um Akkus zu legen und in schlanke, gebogene Gehäuse zu passen.


· In Krankenhäusern: Hörgeräte, Glukosemessgeräte und bildgebende Systeme nutzen Flex-PCBs, weil sie klein, zuverlässig und für den engen Kontakt mit dem Körper geeignet sind.


· In Ihrem Auto: Hinter dem Armaturenbrett verbinden Flex-PCBs Sensoren, Airbagsysteme und Touchscreens. Sie halten Vibrationen, Sommerhitze und Winterkälte stand.


· Am Himmel: Satelliten und Flugzeuge verwenden leichte Flex-PCBs, um Gewicht zu sparen und extremen Temperaturen zu trotzen.



Wie Flex-PCBs hergestellt werden


Die Herstellung einer Flex-PCB ist keine Zauberei, erfordert aber Präzision. Hier der vereinfachte Ablauf:

1. Design: Ingenieure nutzen Software, um den Schaltplan zu entwerfen und festzulegen, wo sich die Leiterplatte biegen muss und wo Bauteile befestigt werden. Fehler an dieser Stelle könnten dazu führen, dass die Leiterplatte reißt oder versagt.


2. Drucken: Ein Laser- oder chemisches Verfahren ätzt die Kupferschicht in präzise Leiterbahnen – wie das Graben winziger Flüsse, durch die der Strom fließt.


3. Schichten: Das Kupfer wird auf die Basisschicht geklebt, mit Schutzfolie bedeckt und bei Hybridplatinen manchmal mit starren Bereichen kombiniert.


4. Testen: Jede Leiterplatte wird auf Unterbrechungen, Kurzschlüsse oder Schwachstellen geprüft. Einige durchlaufen sogar „Biegetests“, um sicherzustellen, dass sie jahrelanges Verformen aushalten.




Warum Flex-PCBs starren Leiterplatten meist überlegen sind


· Platzsparend: Sie passen in Bereiche, in die starre Leiterplatten nicht passen, und ermöglichen dünnere, leichtere Geräte.


· Robust: Benötigen Sie eine Leiterplatte, die Stürze, Biegungen oder Vibrationen übersteht? Flex-PCBs halten in beweglichen Geräten länger als starre Varianten.


· Einfachere Montage: Weniger Steckverbinder und Kabel bedeuten ein geringeres Risiko, dass sich Teile lösen.


· Kosteneffizient: Zwar sind sie in der Anschaffung teurer, senken aber oft langfristig die Kosten durch weniger Bauteile und geringeren Reparaturaufwand.






Die Zukunft der Flex-PCBs: Was kommt als Nächstes?

Die Technik steht nie still, und Flex-PCBs auch nicht. Zu den jüngsten Entwicklungen gehören:


· 3D-gedruckte Schaltungen: Leitfähige Tinte wird direkt auf flexible Materialien gedruckt, wodurch das klassische Ätzen entfällt.


· Dehnbare Elektronik: Leiterplatten, die sich nicht nur biegen, sondern auch dehnen lassen – ideal für tragbare Gesundheitssensoren, die sich mit der Haut bewegen.


· Umweltfreundliche Materialien: Biologisch abbaubare Substrate könnten den Elektroschrott von Wegwerfgeräten reduzieren.


JLCPCB  treiben diese Innovationen weiter voran und bieten schnellere Prototypenfertigung sowie Tools, mit denen jeder online eine Flex-PCB entwerfen kann.

Fazit



Flexible Leiterplatten sind mehr als nur ein Techniktrend – sie ermöglichen die nächste Generation von Elektronik. Von faltbaren Smartphones bis hin zu lebensrettenden medizinischen Geräten verändert ihre Fähigkeit, sich zu biegen, ohne zu brechen, die Möglichkeiten moderner Technik. Mit besseren Materialien und sinkenden Kosten werden sie künftig noch häufiger eingesetzt – man denke an intelligente Kleidung, essbare Sensoren oder sogar flexible Solarpanels.

Wenn Sie ein Gerät entwerfen, das sich bewegt, verdreht oder dort Platz finden muss, wo noch keine Leiterplatte war, sind Flex-PCBs die Antwort. Und da Hersteller sie zugänglicher machen als je zuvor, gab es nie einen besseren Zeitpunkt zum Experimentieren.

Haben Sie ein Projekt, das eine Flex-PCB benötigt?





Wenden Sie sich an das Team von JLCPCB – sie helfen Ihnen dabei, Ihre biegsamen Ideen Wirklichkeit werden zu lassen.

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